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LBG präsentiert drei neue Ludwig Boltzmann Institute im Bereich Health Science

LBG und BMBWF präsentieren drei neue Ludwig Boltzmann Institute im Bereich Health Science

Exzellente Forschung in den Feldern Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge, Nanovesikuläre Präzisionsmedizin und Netzwerkmedizin
Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) - 26.02.2024 - Wissenschaft für und mit der Gesellschaft. Das ist das Ziel der drei neuen Ludwig Boltzmann Institute (LBI), die heute erstmals im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und LBG-Präsidentin Freyja-Maria Smolle-Jüttner vorgestellt wurden. Die von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) neu gegründeten Forschungseinrichtungen bieten Wissenschaftler:innen künftig den nötigen Freiraum für herausragende Forschung in den Bereichen Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge, Nanovesikuläre Präzisionsmedizin sowie Netzwerkmedizin.
Ludwig Boltzmann Institut für Lungengesundheit unter neuer Leitung von Marie-Kathrin Breyer

Ludwig Boltzmann Institut für Lungengesundheit unter neuer Leitung von Marie-Kathrin Breyer

Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) - 02.02.2024 -

Mit 1. Jänner 2024 hat Marie-Kathrin Breyer die Agenden von Sylvia Hartl übernommen und ist neue Institutsleiterin des Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) für Lungengesundheit. 

Die Fachärztin für Innere Medizin, Pneumologie und Intensivmedizin Prim.a Priv.-Doz.in Dr.in Marie-Kathrin Breyer, PhD (43) ist seit Beginn des Jahres die neue Leiterin des LBI für Lungengesundheit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG). Am Standort Klinik Penzing in Wien löst sie damit ihre Vorgängerin Univ.-Prof.in Dr.in Sylvia Hartl, MBA ab, die dem LBI rund fünf Jahre vorstand. Die ausgewiesene Fachexpertin für Pneumologie ist seit 2012 am Institut wissenschaftlich tätig und wird auch in ihrer neuen Funktion ihre Forschung aktiv vorantreiben. Vorzeigeprojekt ist Österreichs größte Gesundheitsstudie LEAD.

Ganz Salzburg Bewegen: Ausstellungseröffnung im Lehener Park in Salzburg am 17.01.2024

10 Ideen, die bewegen: Projekt „Ganz Salzburg Bewegen“ präsentiert Maßnahmen für verbesserte Herzgesundheit

Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) - 18.01.2024 -

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit nach wie vor die häufigste Todesursache. Ein gesunder Lebensstil, der auf Bewegung und ausgewogene Ernährung achtet, ist der wirksamste Schlüssel zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Ganz Salzburg Bewegen“ des Ludwig Boltzmann Instituts für digitale Gesundheit und Prävention und der Fachhochschule Salzburg wurden unter Einbindung von 480 Salzburger:innen Lösungsvorschläge erarbeitet, wie man mehr herzgesunde Bewegung in den Alltag integrieren kann. Diese Vorschläge wurden gestern bei der Ausstellungseröffnung „10 Ideen, die bewegen“ im Lehener Park (Nähe Pioniersteg) unter anderem mit Vizebürgermeister der Stadt Salzburg Bernhard Auinger präsentiert. Die interaktive Freiluft-Ausstellung ist bis 15. März 2024 für alle interessierten Bürger:innen kostenfrei zugänglich und lädt zum Abstimmen der besten Ideen ein.

 

Kommunikation ist entscheidend: Ergebnisse von "Reden Sie mit! – Behandlungsfehler" zeigen Verbesserungspotentiale

Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) - 05.12.2023 -
Das Beteiligungsprojekt des LBI Digital Health and Patient Safety "Reden Sie mit! – Behandlungsfehler" beschäftigt sich seit einem Jahr intensiv mit den Erfahrungen von Bürger:innen im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungsfehlern. Erste Ergebnisse aus 230 individuellen Berichten zeigen: es gibt klaren Aufholbedarf im Bereich der Patient:innenkommunikation. Um künftige Kommunikationslücken zu schließen, werden am 12. Dezember 2023 im Wiener Palais Strudlhof Pilotprojekte vorgestellt.


Mag. Dieter Bacher

Tag der Geschlechterforschung: Die unsichtbaren Heldinnen der Spionage

Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) - 04.12.2023 -

Am 5. Dezember ist der Tag der Geschlechterforschung. Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft nimmt dies zum Anlass, um die Rolle von Frauen in der Geschichte der Spionage näher zu beleuchten

Wien, 4. Dezember 2023 – Sowohl Männer als auch Frauen wurden schon früh für geheimdienstliche Aufgaben eingesetzt. Das zeigen Forschungen des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, das sich aktuell in Kooperation mit der Universität Graz unter anderem in einem FWF-Projekt mit den Aktivitäten von tschechoslowakischen Geheim- und Nachrichtendiensten beschäftigt. Anlässlich des Tages der Geschlechterforschung, der vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMDWF) ins Leben gerufen wurde, holt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) die Spioninnen in der Forschung vor den Vorhang.

Das Sammeln und Verarbeiten von Informationen
Die Kernaufgaben im Spionagegeschäft sind vor allem das Sammeln und Verarbeiten von Informationen. „Viele denken bei dem Wort Spion sofort an James Bond“, erklärt Mag. Dieter Bacher, Senior Researcher am Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung. Jedoch muss man hier vorsichtig sein. Zum einen, deckt James Bond nur einen sehr kleinen Teil der nachrichtdienstlichen Arbeit ab – der sogenannten ‚Covert Actions‘ – also der verdeckten Operationen. Und zum anderen ist die eigentliche Spionage meist schon abgeschlossen, sobald der weltweit bekannte Agent zum Einsatz kommt. „Es wurden also bereits die relevanten Informationen gesammelt, die richtigen Personen identifiziert etc. Daher kann man James Bond nur bedingt als Spion betrachten – wobei wir in der Forschung mit dem Begriff Spion generell sehr vorsichtig umgehen. Wir sprechen hier vor allem von Informant:innen“, so Bacher.

Geschlechterforschung: Honey Traps und Romeos
Sogenannte „Honey Traps“ sind Informantinnen, die ihr Aussehen benutzten, um an Männer und an Informationen heranzukommen. Wie etwa Mata Hari: Sie wurde vor allem in der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges als exotische Tänzerin und exzentrische Künstlerin berühmt und war vermutlich als Agentin des deutschen Nachrichtendienstes aktiv. Das männliche Pendant sind die „Romeos“ – diese wurden bspw. seitens der ehemaligen DDR eingesetzt, um über Sekretärinnen in Ministerien Westdeutschlands an Informationen zu kommen.

Generell gibt es bis dato wenig offizielle Statistiken, auf die die Forschung zurückgreifen kann. „Wir sehen jedoch sehr wohl in Hinblick auf den Kalten Krieg, dass Frauen in sehr ähnlichen Bereichen wie Männer als Informant:innen aktiv waren“, so Dieter Bacher. „Natürlich gab es auch die ‚Honey Traps‘. Diese Vorgehensweise gab es zwar in der Praxis und gibt es auch noch heute, aber das war nur ein kleiner Teil.“ Unterschiede gibt es aber insbesondere in höheren Ebenen und bei bestimmten Aufgaben wie den sogenannten Covert Actions. Hier waren vor allem Männer im Einsatz.

Die Geschlechterforschung in der Spionagegeschichte ist noch am Anfang, es gibt aber Bemühungen, über das stereotype Bild der Frau hinauszugehen. Das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung sieht sich bspw. weibliche Biografien an, um zu verstehen, warum Frauen diese Arbeit aufgenommen haben, welche Tätigkeiten sie durchgeführt haben und wie sie diese umgesetzt haben.

Wandel der Wahrnehmung: Von Stereotypen zu differenziertem Verständnis
Früher wurde die Rolle von Spioninnen oft auf eine sexuelle Komponente reduziert. „Da hat man die Frau als die gesehen, die sich an den Mann heranmacht, um an seine Informationen zu kommen. Heute verstehen wir mithilfe der Forschung, dass Frauen in der Spionage jedoch vielfältige Aufgaben übernommen haben und ähnlich in ihren Funktionen aktiv waren wie Männer. Wobei – wenn ich mir aktuelle Filme oder Bücher zum Thema Spionage ansehe, fällt schon auf, dass dieses differenzierte Bild meines Erachtens noch nicht so richtig angekommen ist“, so der Kriegsfolgenforschungsexperte.

Ziel der jüngsten Forschung ist es, ein differenzierteres Bild von Frauen in der Spionage zeichnen. „Frauen sind genauso vielseitig einsetzbar wie Männer. Es gibt spezifische Zugänge in bestimmten Bereichen, aber insgesamt müssen wir breiter denken und die Geschlechterforschung konsequent weiter vorantreiben“, so Dieter Bacher abschließend.


Rückfragehinweis:
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Mag. Werner Fulterer
+43 1 513 27 50 -28 
werner.fulterer@lbg.ac.at

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