Das Ludwig Boltzmann Institut für Digital Health and Prevention (LBI DHP) hat seine siebenjährige Laufzeit planmäßig im September 2026 abgeschlossen. Die Bilanz ist erfolgreich: mehr als 130 wissenschaftliche Publikationen, über 20 Projekte und Studien, Forschungspräsenz in mehr als 15 Ländern sowie digitale Lösungen, die gemeinsam mit Patient:innen und Gesundheitspersonal entwickelt und in der Praxis erprobt wurden. Die Expertise bleibt erhalten, so setzt ein Kernteam die Forschungsarbeit seit 1. Oktober im neuen Kompetenzbereich „Digital Health Technologies“ der Salzburg Research Forschungsgesellschaft fort. Wien/Salzburg, 15. Oktober 2026 – Wie können digitale Technologien Menschen dabei unterstützen, ihre Gesundheit nachhaltig zu verbessern, und wie müssen solche Lösungen gestaltet sein, damit sie im Alltag tatsächlich funktionieren? Mit diesen Fragen startete das LBI DHP 2019 seine Forschungsarbeit am Universitätsinstitut für Sportmedizin des Uniklinikums Salzburg. Nach sieben Jahren hat das LBI DHP seine Laufzeit bei der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) planmäßig abgeschlossen. Die aufgebaute Expertise und ein Teil der Forschungsarbeit werden nun bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft fortgeführt.
„Mit dem LBI Digital Health and Prevention wurde in Salzburg über sieben Jahre hinweg wertvolles Wissen aufgebaut und ein Netzwerk für Forschung, Gesundheitsversorgung und Technologieentwicklung geschaffen. Dass diese Expertise nun bei Salzburg Research weiter ausgebaut wird und damit in Salzburg bleibt, ist ein wichtiges Signal für unseren Forschungs- und Gesundheitsstandort“, so Daniela Gutschi, Wissenschafts- und Gesundheitslandesrätin in Salzburg.
Ausgangspunkt der Forschung des LBI DHP waren Patient:innen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Frage, wie digitale Technologien gesundheitsfördernde Lebensstiländerungen langfristig unterstützen können. In den vergangenen sieben Jahren weitete das Institut seine Forschung auf weitere Anwendungsbereiche aus: Dazu zählten unter anderem digitale Ansätze für Rehabilitation und Prähabilitation, also die gezielte Vorbereitung von Patient:innen auf geplante medizinische Eingriffe sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.
„Das LBI Digital Health and Prevention zeigt, was unser Anspruch in der LBG ‚Science for Society‘ konkret bedeutet: Forschung gemeinsam mit jenen zu entwickeln, die sie später nutzen, und wissenschaftliche Erkenntnisse in Anwendungen zu übersetzen, die Menschen zugutekommen“, so Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Präsidentin der LBG. „Wir freuen uns besonders, dass die in sieben Jahren aufgebaute Expertise und die entstandenen Kooperationen nun bei Salzburg Research weiterwirken. So entstehen aus erfolgreicher Forschungsarbeit neue Perspektiven, auf denen Forschung und Anwendung langfristig aufbauen können.“
LBI DHP: Von der Forschung in den VersorgungsalltagEin zentraler Anspruch des LBI DHP war es, digitale Gesundheitsanwendungen nicht bei Prototypen enden zu lassen. Technologien wurden gemeinsam mit Partner:innen aus Forschung und Versorgung entwickelt, darunter die Fachhochschule Salzburg, die Paris-Lodron Universität Salzburg, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, das Austrian Institute of Technology, das Land Salzburg und die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, wissenschaftlich evaluiert, und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Dabei arbeitete das Institut eng mit Patient:innen, Ärzt:innen, Therapeut:innen sowie Reha-Einrichtungen und Kliniken zusammen.
Die Bilanz aus sieben Jahren LBI DHP zeigt die Breite der Forschungsarbeit: Insgesamt waren während der Laufzeit 68 Personen aus 19 Nationen am LBI DHP beschäftigt; in Hochphasen arbeiteten 44 Mitarbeitende gleichzeitig am Institut. In sechs Programmlinien entstanden 22 Projekte und Studien sowie mehr als sechs digitale Tools. Aus der Arbeit gingen mehr als 130 wissenschaftliche Outputs hervor. Das Institut arbeitete mit mehr als 30 internationalen Partnerorganisationen zusammen und präsentierte seine Forschung in mehr als 15 Ländern.
Digitale Gesundheitsforschung wird bei Salzburg Research weitergeführtMit dem planmäßigen Ende des LBI DHP findet die aufgebaute Expertise eine neue institutionelle Heimat: Ein Kernteam setzt seine Arbeit bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft fort. Im Kompetenzbereich „Digital Health Technologies“ unter der Leitung von Daniela Wurhofer, die als PostDoc an das LBI DHP kam und zuletzt als Principal Investigator an der Schnittstelle von Informatik und Psychologie tätig war, sollen die am Institut entwickelten Ansätze weitergeführt und digitale Technologien für die Gesundheitsversorgung erforscht, mit den Kernkompetenzen der anderen Forschungslinien bei Salzburg Research verknüpft und in die Praxis gebracht werden. Damit bleiben auch die in den vergangenen Jahren aufgebauten Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen und weiteren Partner:innen erhalten und können weiterentwickelt werden.
„In den vergangenen sieben Jahren haben wir am LBI Digital Health and Prevention umfassende Forschungskompetenz und ein starkes Netzwerk aufgebaut. Auf dieser Basis wollen wir nun gemeinsam mit Patient:innen und Gesundheitsberufen digitale Gesundheitstechnologien weiterentwickeln, wissenschaftlich prüfen und in die Versorgung bringen. Besonders freut mich, dass ein Teil des Forschungsteams diesen Weg bei Salzburg Research fortsetzt und wir auf den Erkenntnissen und Erfahrungen aus dem LBI DHP aufbauen können“, so Daniela Wurhofer, Leiterin des Kompetenzbereichs „Digital Health Technologies“ bei Salzburg Research.
Rückfragehinweis:
Dr. Daniela Wurhofer
Forschungslinienleiterin „Digital Health Technologies“
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Tel.: +43 662 2288-330
daniela.wurhofer@salzburgresearch.at