Ein Jahr EDRSA: Europäische Pfandsysteme als Motor der Kreislaufwirtschaft

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Recycling Pfand Österreich arbeitet im Rahmen der European Deposit Return Systems Association (EDRSA) eng mit 19 europäischen Pfandsystemen zusammen, um Wissen auszutauschen und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Pressemeldung,
Recycling Pfand Österreich arbeitet im Rahmen der European Deposit Return Systems Association (EDRSA) eng mit 19 europäischen Pfandsystemen zusammen, um Wissen auszutauschen und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
 
Wien, 11. Mai 2026 – Vor einem Jahr wurde die European Deposit Return Systems Association (EDRSA) von Betreibern nationaler Einweg-Pfandsysteme in Europa gegründet. Ziel des Verbands ist es, den Austausch zwischen den Systemen zu intensivieren, voneinander zu lernen und gemeinsam an der Weiterentwicklung effizienter und zukunftsfähiger Pfandsysteme zu arbeiten. Damit soll die europäische Kreislaufwirtschaft gestärkt werden.
 
Recycling Pfand Österreich zählt zu den Gründungsmitgliedern der EDRSA und bringt seine Erfahrungen aus dem erfolgreichen Aufbau des österreichischen Einweg-Pfandsystems aktiv in die europäische Zusammenarbeit ein. Die österreichische Pfandverordnung setzte für 2025 eine Sammelquote von 80 Prozent voraus. Dieses Ziel wurde mit 81,5 Prozent bereits übertroffen. Bis 2027 soll die Sammelquote auf 90 Prozent steigen. Damit erfüllt Österreich bereits vor 2029 die EU-Vorgaben mit einem Sammelziel von 90 Prozent.
 
„Unsere Erfahrungen aus Österreich zeigen, dass ein Einweg-Pfandsystem ein entscheidender Hebel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist“, betont Monika Fiala, Co-Geschäftsführerin von Recycling Pfand Österreich und Kassierin der EDRSA. „Die Einführung und Weiterentwicklung von Pfandsystemen in Europa ist ein dynamischer Prozess. Die EDRSA schafft dafür die notwendige Plattform, um voneinander zu lernen, Herausforderungen gemeinsam zu lösen und sich mit einer starken Stimme in europäische Diskussionen einzubringen.“
 
Gemeinsam für die europäische Kreislaufwirtschaft
Die 2025 gegründete EDRSA ist ein internationaler Verband, der Pfandsystem-Betreiber aus 20 Ländern in Europa und darüber hinaus vereint. Im ersten Jahr lag der Fokus auf dem Aufbau tragfähiger Strukturen. Seither treiben sieben spezialisierte Arbeitsgruppen – von EU-Gesetzgebung über Betrugsbekämpfung bis hin zu Technologie, Finanzen und Logistik den Wissensaustausch und die Weiterentwicklung der bestehenden Pfandsysteme voran.
 
Der internationale Verband unterstützt Pfandsysteme durch Innovationen und Prozessverbesserungen und fördert den Wissensaustausch zwischen ihren Mitgliedern, um die Effektivität der Systeme zu steigern. Darüber hinaus fungiert die EDRSA als wichtiger Partner für gesetzgebende Institutionen und setzt sich dafür ein, dass Pfandsysteme und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in europäische Rechtsvorschriften einfließen.
 
„Unser Hauptziel ist es, die EDRSA als relevanten Partner für die Europäische Union im Gesetzgebungsprozess zu etablieren. Da unsere Mitglieder die Pfandsysteme betreiben, möchten wir diese praktische Erfahrung in die politische Diskussion einbringen“, erklärt EDRSA Präsident Marián Áč abschließend.
 
Der Vorstand der EDRSA besteht aus fünf Mitgliedern, hat seinen Sitz in der Slowakei und wird von Präsident Marián Áč geleitet. Recycling Pfand Österreich Co-Geschäftsführerin Monika Fiala ist als Kassierin für die Finanzen des internationalen Verbandes verantwortlich.
Recycling Pfand Österreich

Recycling Pfand Österreich ist die zentrale Stelle für die Umsetzung und Abwicklung des neuen Einweg-Pfandsystems in Österreich, das am 1. Jänner 2025 gestartet ist. Ziel ist es, nachhaltige Kreislaufwirtschaft und hochwertige Recyclingprozesse für Einweg-Getränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Handel und Industrie muss bis 2027 eine Rücklaufquote von 90 Prozent für Kunststoffflaschen und Metalldosen erreicht werden. Damit wird der Kreislauf „Flasche zu Flasche bzw. Dose zu Dose“ Realität: Die gesammelten Materialien werden hochwertig sortiert und stehen den Produzenten wieder als Rohstoff zur Verfügung. Zusätzlich ist das Einwegpfand ein wirksames Mittel gegen das Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfällen in die Natur, und leistet einen aktiven Beitrag zu einer sauberen Umwelt. Eine hohe Dichte an Rücknahmeautomaten ermöglicht den Konsument:innen eine unkomplizierte Rückgabe. Weitere Informationen unter www.recycling-pfand.at

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