Leadership Excellence Awards 2026: LBG zeichnete herausragende Führungskräfte in der Wissenschaft aus

V.l.n.r. Freyja-Maria Smolle-Jüttner, LBG-Präsidentin; Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung; Elvira Welzig, LBG-Geschäftsführerin; Marina Grzinic-Mauhler, Philosophin und Professorin an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie Forscherin am Institut für Philosophie am Wissenschafts- und Forschungszentrum der Slowenischen Akademie Wissenschaft und Kunst; Sandra Diller, Associateprofessorin für Organisationspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg, Research Affiliate an der IOC Harvard Medical School sowie Coach und Trainerin für die LMU München; Marisa Radatz, LBG-Geschäftsführerin
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Zum vierten Mal vergab das Career Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) den Leadership Excellence Award in Research (LExA). In den Kategorien „Emerging Leaders“ und „Experienced Leaders“ wurden Sandra Diller und Marina Grzinic-Mauhler für ihre Führungskompetenz in der Wissenschaft ausgezeichnet. Seit Einführung des Awards 2023 gingen bereits mehr als 130 Nominierungen ein.
 
Wien, 18. September 2026 – Wissenschaftliche Exzellenz braucht gute Führung: Führungskräfte in der Forschung tragen nicht nur Verantwortung für wissenschaftliche Ergebnisse, sondern auch für ihre Teams und die Entwicklung von Nachwuchswissenschafter:innen. Mit dem Leadership Excellence Award in Research zeichnet das LBG Career Center seit 2023 Persönlichkeiten aus, die ihre Führungsrolle auf herausragende Weise wahrnehmen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Wissenschaft leisten. Gestern wurden die diesjährigen Auszeichnungen im Rahmen des LBG XChange im Wiener Leopoldmuseum an Sandra Diller von der Seeburg University sowie Marina Grzinic-Mauhler von der Akademie der Bildenden Künste Wien verliehen.
 
„Gute Wissenschaft braucht nicht nur kluge Ideen, sondern auch gute Bedingungen und Führung, die Verantwortung übernimmt. Wer Forschungsteams leitet, gestaltet Arbeitsbedingungen und entscheidet mit darüber, wie Menschen ihre Arbeit machen können. Mit dem LExA zeichnen wir Führungskräfte aus, die Wissenschaft gemeinsam mit ihren Teams voranbringen. Davon profitieren nicht nur die Forschenden, sondern letztlich die gesamte Gesellschaft. Ich gratuliere den diesjährigen Preisträger:innen sehr herzlich!“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
 
Leadership als zentrale Kompetenz in der Wissenschaft
Eine Führungsrolle stellt Forschende oft vor besondere Herausforderungen. Neben der eigenen wissenschaftlichen Arbeit übernehmen Führungskräfte Verantwortung für Mitarbeiter:innen und deren Entwicklung. Hinzu kommen die spezifischen Anforderungen interdisziplinärer und internationaler Forschungsteams. Professionelle Führungskompetenz wird damit zu einem wichtigen Faktor für ein Arbeitsumfeld, in dem gute Wissenschaft entstehen kann. Der LExA setzt hier an und macht Persönlichkeiten sichtbar, die wissenschaftliche Führung mit Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein gestalten. Dabei stehen nicht nur wissenschaftliche Leistungen im Mittelpunkt, sondern insbesondere die Frage, wie Führungskräfte ihre Teams führen, Mitarbeiter:innen fördern und ein konstruktives Arbeitsumfeld schaffen.
 
„Exzellente Wissenschaft braucht Rahmenbedingungen, in denen Menschen ihre Fähigkeiten entfalten und gemeinsam Neues entwickeln können. Gute Führung schafft Vertrauen, gibt Orientierung und übernimmt Verantwortung für die Entwicklung von Mitarbeiter:innen. Mit dem LExA machen wir sichtbar, welchen Stellenwert diese Kompetenz für ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem hat“, erklärt LBG-Präsidentin Freyja-Maria Smolle-Jüttner.
 
LExA 2026: Die Preisträger:innen
In der Kategorie „Emerging Leaders“ ging der Leadership Excellence Award in Research 2026 an Prof. Dr. Sandra Diller, Associateprofessorin für Organisationspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg, Research Affiliate an der IOC Harvard Medical School sowie Coach und Trainerin für die LMU München. Die Jury hebt in ihrer Entscheidung besonders ihren wissenschaftlichen Exzellenzanspruch in Kombination mit Ethik- und Werteorientierung hervor. Besonders betont wurde zudem ihre innovativen Führungsinstrumente und internationale Vernetzung. Ihr Einfluss zeigt sich nicht nur in wissenschaftlichen Erfolgen, sondern vor allem in den Karrieren, Kompetenzen und dem Selbstverständnis der Menschen, die unter ihrer Führung wachsen.
 
In der Kategorie „Experienced Leaders“ wurde Prof. Dr. phil. Marina Grzinic-Mauhler, Philosophin und Professorin an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie Forscherin am Institut für Philosophie am Wissenschafts- und Forschungszentrum der Slowenischen Akademie Wissenschaft und Kunst (ZRC SAZU) in Ljubljana ausgezeichnet. Grzinic-Mauhler wurde vor allem aufgrund der überaus wertschätzenden Nominierung ihres Teams sowie ihrem überzeugenden Führungsansatz, geprägt von gelebter Forschung, statt standardisierter Führungsinstrumente ausgezeichnet. Darüber hinaus überzeugte die Jury ihre hohe Integrität und intellektuelle Exzellenz. Sie stärkt aktiv marginalisierte Stimmen und hat eine positive Vorbildwirkung, die das Team zu gesellschaftsrelevanten mutigen Beiträgen in größeren sozialen Diskursen und interdisziplinären wissenschaftlich-künstlerischen Arbeit ermutigt.
 
LExA wirkt über die Auszeichnung hinaus
Die Auswahl erfolgte auch in diesem Jahr durch eine internationale Expert:innenjury. Insgesamt wurden rund 40 Führungskräfte aus dem Wissenschaftsumfeld nominiert, was die Jury vor eine besonders anspruchsvolle Auswahlentscheidung stellte. Die beiden Auszeichnungen sind mit jeweils 4.000 Euro dotiert, die für Maßnahmen zur Teamentwicklung eingesetzt werden können.
 
Nominiert werden können Forschende, die seit mindestens zwei Jahren in leitender Funktion und im direkten Forschungsumfeld tätig sind. Die Nominierungen kommen von Personen, die die Führungsarbeit der Nominierten unmittelbar beurteilen können. Seit der Einführung des LExA im Jahr 2023 wurden insgesamt 131 Führungspersönlichkeiten aus der Wissenschaft nominiert. Dieser Datenschatz wird aktuell vom LBG Career Center im Rahmen einer Forschungsstudie gemeinsam mit Markus Ebner, Wirtschafts- und Organisationspsychologe an der Universität Wien untersucht.
 
„Mit dem LExA wollen wir gute Führung nicht nur auszeichnen, sondern langfristig dazu beitragen, Führungskompetenz im Wissenschaftssystem zu stärken. Die mittlerweile über 130 Nominierungen geben uns einen wertvollen Einblick, wie gute Führung in der wissenschaftlichen Praxis gelebt wird. Dieses Wissen wollen wir nun systematisch untersuchen und für die Weiterentwicklung von Führung im Forschungssystem nutzbar machen“, so Susanne Leeb, Leiterin des LBG Career Centers abschließend.
Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG)

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine außeruniversitäre Forschungs- und Forschungsförderorganisation mit dem Fokus „Science for Society“. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Medizin und Life Sciences, weitere Bereiche sind die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die LBG betreibt zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern Ludwig Boltzmann Institute (LBI) und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen Akteur:innen wie der Zivilgesellschaft, Unternehmen und dem öffentlichen Sektor. Mit dem Förderprogramm Klinische Forschungsgruppen (KFG) bietet die LBG Österreichs erste Förderschiene im Bereich der nicht-kommerziellen krankheits- und patientenorientierten (translationalen), kooperativen klinischen Forschung. Teile der LBG sind das LBG Open Innovation in Science Center, das die Potenziale von Open Innovation für die Wissenschaft erschließt, und das LBG Career Center, das junge Forscher:innen bei der Erreichung ihrer individuellen Karriereziele inner- oder außerhalb der Wissenschaft unterstützt. lbg.ac.at

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Michaela Klement

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