Weltweiter M&A-Markt geht mit Schwung ins neue Jahr

Neuer Bain-Report zu Fusionen und Übernahmen

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Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen ist gut aufgestellt, seinen Aufwärtstrend auch 2026 fortzusetzen. Das Transaktionsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf insgesamt 4,9 Billionen US-Dollar – und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company in ihrem „Global M&A Report 2026“.
Pressemeldung,
  • Globales M&A-Volumen erreichte 2025 mit 4,9 Billionen US-Dollar zweithöchsten jemals gemessenen Wert
  • Der Großteil der M&A-Verantwortlichen weltweit erwartet, dass die Transaktionsaktivität 2026 auf gleichem Niveau bleibt oder sogar weiter zunimmt
  • Technologische Disruption, Geopolitik und Post-Globalisierung sowie sich verändernde Portfoliostrategien prägen das aktuelle M&A-Jahr
  • KI-Einsatz bei Transaktionen hat sich 2025 mehr als verdoppelt – jeder dritte M&A-Verantwortliche setzt KI bereits systematisch ein oder gestaltet Prozesse neu
 
Wien, 2. Februar 2026. Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen ist gut aufgestellt, seinen Aufwärtstrend auch 2026 fortzusetzen. Das Transaktionsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf insgesamt 4,9 Billionen US-Dollar – und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company in ihrem „Global M&A Report 2026“.
 
Allgemeine Rahmenbedingungen verbessern sich
Grundlage des positiven Ausblicks ist eine Befragung von 300 M&A-Verantwortlichen, die Bain im Rahmen des Reports rund um den Globus durchgeführt hat. So erwarten 80 Prozent, ihre Transaktionsaktivitäten 2026 auf dem aktuellen Niveau zu halten oder weiter auszubauen. Das Marktumfeld gilt als günstig: Die makroökonomischen Rahmenbedingungen verbessern sich vielerorts, während sich gleichzeitig ein wachsender Bestand an Private-Equity- und Venture-Capital-Assets auf den Exit vorbereitet. Zugleich erkennen die Befragten branchenübergreifend, dass viele etablierte Geschäftsmodelle die Grenzen ihrer bisherigen Wachstumstreiber erreicht haben.
 
„Die Voraussetzungen für ein weiteres starkes M&A-Jahr sind gegeben – nach der nahezu rekordverdächtigen Erholung in den vergangenen zwölf Monaten“, sagt Bain-Partner und M&A-Experte Kai Grass. „Unternehmen müssen sich neu erfinden, um technologischer Disruption, einer post-globalisierten Wirtschaft und sich verlagernder Profitpools voraus zu sein. M&A wird bei dieser Neuausrichtung 2026 eine zentrale Rolle spielen.“
 
Technologische und geopolitische Umbrüche prägen M&A-Jahr 
Technologische Umbrüche – insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Quantencomputing – werden auch in diesem Jahr erhebliche Auswirkungen auf die Transaktionsaktivität haben. Weltweit weist fast die Hälfte aller Deals in der Technologiebranche bereits einen klaren KI-Bezug auf. Dieser Trend dürfte sich weiter beschleunigen, da Unternehmen gezielt nach Assets suchen, um entsprechende Talente und Technologien zu erwerben. Auch außerhalb des Technologiesektors wird M&A an Bedeutung gewinnen, da Unternehmen verstärkt Transaktionen nutzen, um eigene Kompetenzen auszubauen.
 
Geopolitische Entwicklungen und die Post-Globalisierung werden die M&A-Strategien auch 2026 und darüber hinaus prägen. Insbesondere die Zolldiskussionen haben zuletzt das Bewusstsein dafür geschärft, wie stark die Fragmentierung die globalen Ströme von Waren, Kapital, geistigem Eigentum und Arbeitskräften verändern wird. „Unternehmen werden mutigere Entscheidungen treffen müssen, um bestimmte Teile ihres globalen Footprints gezielt zu stärken und ihre Abhängigkeit von weniger attraktiven Regionen zu reduzieren“, betont Grass. „M&A sowie Desinvestitionen werden entscheidend sein, um diese Neuausrichtung voranzutreiben.“
 
Branchenübergreifend greifen Unternehmen zudem verstärkt auf Fusionen und Übernehmen zurück – einschließlich Veräußerungen und Carve-outs –, da strukturelle Veränderungen in vielen Industrien den Anpassungsdruck auf die Portfoliostrategie erhöhen. Mehr als 50 Prozent der von Bain im Rahmen des Reports befragten Unternehmen bereiten schon heute Assets für einen Verkauf in den kommenden Jahren vor. Treiber sind der Wunsch nach stärkerem Fokus, die Freisetzung von Liquidität sowie die Möglichkeit, das aktuell hohe Bewertungsniveau am Markt zu nutzen.
 
KI ist im M&A-Prozess angekommen 
Laut dem Bain-Report haben 45 Prozent der M&A-Verantwortlichen 2025 KI-Tools bei Transaktionen eingesetzt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Etwa ein Drittel der Befragten nutzt KI bereits systematisch oder gestaltet entsprechende Prozesse gezielt neu. Mehr als die Hälfte erwartet, dass KI die Art und Weise, wie Transaktionen durchgeführt werden, grundlegend verändern wird.
 
Führende Unternehmen setzen KI insbesondere in fünf zentralen Bereichen ein: um ihre Deal-Pipeline dynamischer zu steuern, externe Markt- und Wettbewerbsanalysen präziser zu gestalten, größere Synergien schneller zu realisieren, den Aufwand bei der Integrationsvorbereitung zu reduzieren sowie relevante Stakeholder früher und umfassender einzubinden.
 
„KI wird im M&A-Geschäft zunehmend unverzichtbar“, erklärt Bain-Partner Grass. „Wer frühzeitig auf diese Technologien setzt, verschafft sich einen klaren Vorteil im Transaktionsgeschäft. Führende Akteure nutzen KI inzwischen entlang des gesamten Deal-Zyklus zur Wertschöpfung – einschließlich späterer Phasen wie Transaktionsumsetzung, Integration und systematisches Lernen.“
 
Kapitaldruck nimmt zu 
Eine zentrale Herausforderung für den M&A-Markt 2026 ist der hohe Kapitalbedarf. Trotz der starken Transaktionsaktivität im vergangenen Jahr ist der Anteil des für Fusionen und Übernahmen eingesetzten Kapitals auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gefallen. Gleichzeitig haben Unternehmen zuletzt ihre Reinvestitionen erhöht, insbesondere in Sachinvestitionen (Capex) sowie in Forschung und Entwicklung.
 
Angesichts konkurrierender Kapitalanforderungen steigen die Anforderungen an Transaktionen deutlich. Umso entscheidender sind dem Bain-Report zufolge eine disziplinierte Neuausrichtung sowie eine konsequente Fokussierung auf Wertschöpfung.
 
Wie sich Unternehmen 2026 aufstellen sollten 
Vor diesem Hintergrund identifiziert Bain zentrale Handlungsfelder für die M&A-Strategie 2026. So gilt es, Transaktionen konsequent aus dem neuen strategischen Kontext heraus zu denken: M&A sollte gezielt dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit in attraktiven Märkten zu stärken, Fähigkeiten schneller aufzubauen oder sich von Geschäftsbereichen zu trennen, bei denen das Unternehmen nicht mehr der beste Eigentümer ist. Gleichzeitig kommt es darauf an, große Akquisitionen der vergangenen Jahre durch klare Integrationsprioritäten in nachhaltige Wertschöpfung zu überführen.
 
Angesichts knapper werdenden Kapitals gewinnt zudem eine streng thesenbasierte Due Diligence an Bedeutung, die nicht nur Deals absichert, sondern auch kritisch prüft, ob M&A der beste Einsatz von Kapital ist. Ergänzend sollten Unternehmen ihre M&A-Fähigkeiten entlang des gesamten Deal-Zyklus systematisch ausbauen. Eine regelmäßig überprüfte, langfristig ausgerichtete Kapitalallokation ist dabei unerlässlich, um die strategische Rolle von M&A klar zu definieren und gegenüber Investoren transparent zu kommunizieren.
 
„Im Jahr 2026 nutzen erfolgreiche Unternehmen M&A nicht opportunistisch, sondern als integralen Bestandteil ihrer strategischen Neuausrichtung“, bilanziert Grass. „Wichtig ist dabei ein klarer Fokus auf Wertschöpfung, Priorisierung und disziplinierten Kapitaleinsatz.“
 

Branchenperspektiven
Der Bain-Report untersucht M&A-Trends in zehn Regionen und über 13 Branchen hinweg, darunter: Automotive und Mobilität, Bankwesen, Bauwirtschaft, Bergbau, Energie und Rohstoffe, Konsumgüter, Maschinenbau, Medienwirtschaft, Medizintechnik, Pharmaindustrie, Software, Telekommunikation und Verteidigung. Die Zusammenfassungen zu diesen Branchen finden Sie auf den im Inhaltsverzeichnis des Reports angegebenen Seiten.
 
 
Über die Studie
Für den jährlichen „Global M&A Report 2026“ hat Bain & Company die weltweiten M&A-Aktivitäten 2025 auf Basis von Transaktionsdaten aus der Dealogic-Datenbank sowie eigener Auswertungen analysiert. Ergänzend dazu hat Bain erneut eine umfassende Befragung unter mehr als 300 M&A-Verantwortlichen aus zwölf Ländern durchgeführt. Berücksichtigt wurden dabei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar, die in den vergangenen Jahren aktiv an M&A-Transaktionen beteiligt waren.
Bain & Company

Bain & Company ist eine international führende Unternehmensberatung, die Entscheider:innen weltweit bei der Zukunftsgestaltung unterstützt. Mit unseren 65 Büros in 40 Ländern sind wir in unmittelbarer Nähe unserer Kundenunternehmen. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, den Wettbewerb zu übertreffen und neue Standards in den jeweiligen Branchen zu setzen. Partnerschaften aus unserem Ökosystem digitaler Innovatoren ergänzen unsere Expertise und sorgen dafür, dass wir für unsere Kundschaft bessere, schnellere und nachhaltigere Ergebnisse erzielen. Seit unserer Gründung 1973 messen wir unseren Erfolg am Erfolg unserer Kundenunternehmen und sind stolz darauf, dass wir die höchste Weiterempfehlungsrate in der Beratungsbranche haben.

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